Beitrag im Pferdeturmforum zu John Tripp bei den Scorpions

Was passiert bei der Konkurrenz?

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Anny
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Beitrag im Pferdeturmforum zu John Tripp bei den Scorpions

Beitrag von Anny » 13.10.2010

Hier mal ein Beitrag von "Morris" aus dem Pferdeturmforum. Ich finde ihn so witzig, dass ich Euch den nicht vorenthalten wollte:

Interessante Entwicklungen zeichnen sich da anscheinend am Beispiel John Tripp in Laatzen ab:

Der Autor Daniel Pietzker kommt heute auf sportal.demit der zumindest mich doch etwas überraschenden Aussage, dass John Tripp bei einer möglichen Verlängerung seines Vertrages bis zum Saisonende auch weiterhin "vereinbarungsgemäß" kein Geld bekommen würde. Was ist da passiert? Es gibt m.E. mehrere Möglichkeiten:

1. Wenn er kein Geld bekommt, hat man sicherlich vertraglich ein Äquivalent fixiert. Also steuerrechtlich eine "geldwerte Leistung". Früher waren das beim Bauern für den Knecht eigentlich am Monatsende ein Sack Weizen, zu Beginn des Winters ein halbes Schwein und alle 4 Jahre neue Gummistiefel. Nun ließe sich das mit den nachgesagten glänzenden Beziehungen der Laatzener in Richtung der Bewohner des eher ländlich geprägten Raums der Region Hannover wohl sicher locker bewerkstelligen. Da man sich in Laatzen jedoch schüchtern aber entschlossen seiner Herkunft aus eben dieser Gegend erwehrt - ein stolzes "ich bin ein Kind dieses Dorfes" hört man ja auch sonst selten, oft nie -, glaube ich das eigentlich nicht. Andererseits bekam der Knecht dereins ja auch Kost & Logie und das ließe sich wohl auch jetzt noch für Günni & Co bewerkstelligen: Nach den wöchentlichen Heimspielen kann der Spieler die sicherlich nicht zu knappen Überproduktionen im heimlichen Gourmettempel an der Expoplaza sämtlichst einsacken. Das schafft zudem wieder ein Stück größerer Nähe zwischen Fans und Mannschaft, wenn es den Mägen ähnlich geht. Und aus "Logie" wird schnell "Loge" gemacht. Irgenwelche dieser verglasten Zellen sind im Bunker ja doch dauerhaft frei und warum soll dort nicht ein Spieler wohnen.
Mir scheint das jedenfalls plausibler zu sein, als anzunehmen, der Patron selbst würde aus dem Fundus seines Angebotes etwas suchen. Was soll ein Spieler mit wöchentlich einem Sack Zement, monatlich einer Fuhre Sand und einem zur privaten Nutzung als Fahrzeug überlassenen 30-Tonner samt Anhänger? Aber natürlich könnte man den Sack Zement wieder gegen einen Sack Mohrrüben - die soll es angeblich bald in Straubingen als Teil der Vergütungsleistung geben - eintauschen. Und den Sack Möhrchen dann vielleicht wieder gegen ein Fass toter Heringe von den Spielern aus Bremerhaven. Aber den greifen ja immer schon die Spieler aus Nürnberg ab, weil sie mit ihren Kisten voller Lebkuchen das einfach bessere Angebot haben. Da hilft es dann wohl auch nicht, wenn man noch einen Scorpi oben drauf legt. Und wenn erst die Hamburger mit ihren Elektr-Großgeraäten ins Tauschgeschäft einsteigen, bricht der Markt ohnehin zusammen. Obwohl, da ließe sich dann wieder mit dem 30-Tonner ein Geschäft machen. Irgendwie müssen die Dinger ja zur Expoplaza gekarrt werden, wo die Spieler an den trainingsfreien Montagen in zentraler Lage inmitten Deutschlands ihren Tauschhandel durchführen werden.

2. Man hat beim EC Laatzen eingesehen, dass amateurhaft gemanagerter Spocht nicht mit professionell agierenden Spielern zusammenpasst, zieht nun die zu befürchtenden Konsequenzen und gleicht die Sache an.

3. Der arbeitsrechtliche Beistand von GP ist einem 53-seitigen Kurzgutachten zu der Erkenntnis gekommen, dass Arbeitbehmer keine Leistungen verweigern können (Streik!), wenn sie auch keine Leistungen beziehen. Der Controller von GP hat dann noch ungefragt hinzugefügt, dass man dann ja auch nicht die wöchentlichen Gespräche über Gehalts- und Prämienkürzungen führen müsse, der diesbezügliche "jour fix" jeweils montags um 10 Uhr entfallen könne, die Geschäftsführung diese Zeit somit für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens nutzen könne und zudem die Kosten einer Dauerleihe der "üblichen Utensilien zur Anwendung unmittelbaren Zwanges in seiner innerbetrieblichen Ausgestaltungsform" entfallen könnten, was zu einer jährlichen weiteren Einsparung von mindestens 12,70 ¤ führen würde. Da auch im Hause GP Menschen bisweilen irren können, lassen wir diese möglichen Überlegungen und Schlussfolgerungen und insbesondere die genannte Zahl einstweilen unkommentiert.

4. Sie wollen in Laatzen ganz einfach nur das Ehrenamt stärken.

5. John Tripp hält es mit seinen 33 Jahren wie Mondi Hilger aus Rosenheim. Der soll auf die Frage eines Reporters, warum er denn noch immer und das auch noch ohne Entgelt in der Oberliga Eishockey spielt sinngemäß geantwortet haben, dass Männer in seinem Alter regelmäßig viel Geld für den Besuch von Fitnessclubs aufwenden müssten, er hingegen Vergleichbares für nix bekommen würde. Ein Blick in die Kaderliste des ECL lässt erahnen, welch gewaltiges Einsparungspotenzial dort schlummert, bekämet man diese großartige Einstellung mehrheitsfähig: Brimanis, 38 Jahre alt, Goc, 31, Manning, 31, Boos, 35, Dolak, 31, Dzie...ki,30, Herperger, 36, Hlinka, 34, Kathan, 33, Mondt, 32, Vikingstadt, 35 und Stichnoth, 40+. Mit Blick auf den demografischen Wandel unserer Gesellschaft könnte sich das in den nächsten Jahren, mittelfristig aber allemal, noch als genialer Schachzug erweisen! Man müsste für künftige Mannschaftskader nur gezielt scouten, was sich in der Welt an noch rüstigen Spielern tummelt, die sich noch auf zwei Kufen halten können und das hinreichend eitel auch künftig noch können wollen. Aber denken Eishockeyclubs in D-Land wirklich über den Rand ihres Wochenkalenders hinaus? Es müssen wohl berechtigte Zweifel bleiben.

6. Der Schreiber bei sportal.de liegt irgendwie gründlich daneben.
22./23.03.2008 - 168:16 Spielminuten - Endstand 5 : 4 in 6. Verlängerung - Ich war dabHAI
Und ist die Wurst auch angebrannt - Hannover bleibt Indianerland

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Rainbowshark
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Beitrag von Rainbowshark » 23.10.2010

...so und nun isser bei uns...Spiel er etz da als 1 Euro Jobber???
Na da bin ich ja mal gespannt.... :? :roll:
AEV - Ist seit 1878 bekannt und noch immer nicht heilbar.

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