Berlin - Köln 5:3 (12.01.07)

Was der Blätterwald über die Haie spricht...

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Berlin - Köln 5:3 (12.01.07)

Beitrag von Lutti » 13.01.2007

haie.de:

KEC muss sich in Berlin geschlagen geben

Im vierten Duell in dieser Saison zwischen den Kölner Haien und den Eisbären Berlin siegte der Deutsche Meister. Der KEC unterlag am Freitag in der Hauptstadt mit 3:5 und wartet damit weiter auf den ersten Erfolg im Jahr 2007.

Mit 100%iger Effektivität im Powerplay starteten die Haie im ausverkauften Wellblechpalast ins Spiel. Die 4.695 Zuschauer sahen zwei Kölner Tore binnen 80 Sekunden. Zunächst hämmerte Julien bei doppelter Überzahl einen Schlagschuss in den Berliner Kasten (8.), dann fälschte Kopitz im Powerplay einen Schuss von Trygg erfolgreich ab (10.). Die Eisbären ließen sich durch den 0:2-Rückstand aber nur kurz verunsichern und erarbeiteten sich einige Chancen, die Ex-Eisbär Jonas im Kölner Tor aber zunächst alle zunichte machen konnte. In der 15. Minute hatten die Haie Pech, als der tschechische Schiedsrichter Homola bei einem Alleingang von Furchner, der durch ein Foul beendet wurde, nicht auf Penalty entschied. Kurz darauf nutzte der Meister eine seiner Möglichkeiten. Nach Studium des Videobeweises durften die Eisbären Patrick Jarrett als Torschützen zum Anschluss feiern (17.).

Mit seinem zweiten Treffer erhöhte Kopitz zu Beginn des Mittelabschnitts auf 3:1 für Köln (23.), aber Berlin ließ sich nicht abschütteln. In einem abwechslungsreichen Spiel verkürzte Quint auf 2:3 (25.). Von der Strafbank kommend verpasste Kopitz in der 36. Minute den vierten Kölner Treffer. Er scheiterte knapp an dem zum 2. Drittel für Dshunussow eingewechselten Torwart Ziffzer und dem Pfosten. Postwendend glückte den Eisbären der Ausgleich: Pederson traf zum 3:3 (37.).

Im letzten Drittel konnte der Deutsche Meister zulegen, den Haien schwanden mit dezimiertem Kader (die Stammkräfte Tallaire, Gavey, Boos und Marshall fielen aus oder waren gesperrt) langsam die Kräfte. So erkämpften sich die Eisbären durch Weiß (54.) und Fairchild (56.) den späten Sieg.

Am Sonntag spielen die Haie in Straubing (18.30 Uhr).
Zuletzt geändert von Lutti am 15.01.2007, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Lutti » 13.01.2007

express.de:

HAIE VOM EIS GEFEGT
Die nächste Pleite für Masons Rumpf-Team


Wird 2007 etwa zum echten Seuchen-Jahr für die Haie? Die Kölner konnten auch ihr viertes DEL-Match im neuen Jahr nicht gewinnen.
Beim amtierenden Meister Eisbären unterlagen sie Freitag vor 4619 Zuschauern in Berlin mit 3:5. Harte Zeiten für Doug Mason. Der Coach konnte nur noch drei komplette Reihen aufs Eis im Wellblech-Palast schicken. Aber die zeigten sofort Zähne.

Als Schiedsrichter Martin Homola zwei Eisbären in die Kühlbox schickte, schlug Stephane Julien zu. Und weil es so schön war, legte Lasse Kopitz mit einem Fernschuss zum 2:0 nach.

Dabei schien es, als müsse man an den Puck eine Bratwurst anbinden, damit er nicht unterwegs verhungert – aber Daniar Dshunussow im Eisbärenkäfig griff daneben. Der Keeper verbreitete auch bei anderen Aktionen viel Unruhe.

Trotzdem kamen die schwächelnden Berliner durch Patrick Jarrett zum Anschluss – der wurde dabei von der Kölner Abwehr in die Kiste gedrückt, aber der Schiri entschied nach Video-Beweis auf Tor.

Kopitz erhöhte erneut für Köln, doch dann rissen sich die Gastgeber zusammen. Der überragende Denis Pederson brachte sein Team in Schwung.

Zudem beorderte EHC-Trainer Pierre Pagé Youri Ziffzer ins Gehäuse. Damit wurde die Berliner Abwehr sicherer. Andrew Roach und Pederson selbst trafen zum Ausgleich, Alexander Weiß zur nicht unbedingt verdienten Berliner 4:3-Führung.

Kelly Fairchild machte mit dem 5:3 alles klar. Die Haie waren deutlich besser als beim blamablen 0:3 gegen Duisburg – nur zum Sieg hat es nicht gereicht.
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Beitrag von Lutti » 13.01.2007

ksta.de:

Nächste Niederlage für die Haie

Die Mannschaft von Doug Mason kassiert die vierte Pleite in Serie.
Berlin - Die Kölner Haie warten weiter auf ihren ersten Sieg im Jahr 2007. Beim Deutschen Eishockey-Meister Eisbären Berlin kassierte der KEC am Freitagabend mit einem 3:5 (2:1,1:2,0:2) bereits die vierte Niederlage hintereinander. Und dabei war den Haien, die aufgrund von Sperren (Boos, Marshall) und Verletzungen (Gavey, Tallaire) nur mit drei Reihen antreten konnten, ein Traumstart in die Partie im mit 4695 Zuschauern ausverkauften Wellblechpalast gelungen. Julien (8. Minute) schoss die Kölner bei doppelter Überzahl in Führung, Kopitz erhöhte wenig später im einfachen Powerplay auf 2:0 (10.). Doch noch vor Ende des ersten Drittels brachte Patrick Jarrett den Meister auf 1:2 heran (17.). Im Mitteldrittel wechselten die Eisbären die Torhüter, Ziffzer kam für Dshunussow. Kaum war der neue Mann auf dem Eis, da konnte er einen harmlosen Schuss von Kopitz nicht parieren (23.). Es stand 3:1 für Köln, und es war kurz darauf wieder Kopitz, der sogar das 4:1 auf dem Schläger hatte, doch er vergab - ein Knackpunkt im Kölner Spiel. Die Haie waren im Anschluss im Verteidigungsdrittel nicht konzentriert genug. Treffer der Berliner Quint (25.) und Pederson, der KEC-Torhüter Jonas tunnelte, waren die Folge. Im letzten Drittel entwickelte sich ein offener Fight, beide Teams standen gut in der Defensive - bis zur 54. Minute, in der die Kölner Abwehr patzte: Der freistehende Weiß konnte einen Schuss von Rankel ungehindert ins Kölner Tor abfälschen. Fairchild machte das 5:3 für Berlin perfekt. (ksta)

Kölner Haie: Jonas - Julien, Lüdemann - Trygg, Müller - Kopitz, Renz - Ciernik, McLlwain, Rudslätt - Lindsay, Adams, Schöbel - Gogulla, Hospelt, Furchner. - Zu schauer: 4695 (ausverkauft). - Schiedsrich ter: Homola (Tschechien). - Strafminuten: Berlin 14 / Köln 14. - Tore: 0:1 Julien (7:43), 0:2 Kopitz (9:03), 1:2 P. Jarrett (16:22), 1:3 Kopitz (22:20), 2:3 Quint (24:39), 3:3 Pederson (36:41), 4:3 Weiß (53:02), 5:3 Fairchild (55:44).
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Beitrag von Lutti » 13.01.2007

rundschau-online.de:

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Die Eisbären wurden zunächst für ihre Undiszipliniertheiten bestraft und kassierten die ersten beiden Gegentore durch Stephane Julien (8.) mit drei gegen fünf und Lasse Kopitz (10.) mit vier gegen fünf jeweils in Unterzahl. Nachdem Patrick Jarrett (17.) verkürzen konnte, stellte Kopitz (23.) mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her. Deron Quint (25.) und Denis Pederson (37.) sorgten im Mitteldrittel für den Ausgleich und hielt die Berliner im Spiel. Obwohl sich erneut ein Torhüterproblem offenbarte und der im zweiten Abschnitt für Danir Dshunussow eingewechselte Youri Ziffzer beim dritten Gäste-Treffer nicht gut aussah, sorgten Alexander Weiß (54.) und Kelly Fairchild (56.) für den ersten Berliner Sieg im vierten Saisonspiel zwischen beiden Teams.

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Beitrag von Lutti » 13.01.2007

radiokoeln.de:

Haie verspielen Führung im Wellblechpalast

Die Bilanz der Kölner Haie im neuen Jahr ist ernüchternd. Am Freitagabend kassierte der KEC die vierte DEL-Niederlage hintereinander. Bei den Eisbären Berlin verspielten die Haie eine 2:0-Führung und verloren am Ende mit 3:5.

Die Voraussetzungen, unter denen die Haie im ausverkauften Berliner Wellblechpalast antraten, waren alles andere als optimal. Aaron Gavey und Sean Tallaire standen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, Tino Boos und Jason Marshall waren gesperrt. Trotzdem erwischten die Kölner vor 4.695 Zuschauern den besseren Start. Bereits in der ersten Minute hatte Bill Lindsay die erste gute Möglichkeit, verfehlte das Tor der Eisbären jedoch knapp. In der Folgezeit profitierten die Haie dann vom Überzahlspiel. Mit einem Doppelschlag brachten Stephane Julien (8.) und Lasse Kopitz (10.) den KEC auf die Siegerstraße. Die Berliner konnten gegen Ende des ersten Drittels auf 1:2 verkürzen (17.).

Lasse Kopitz stellte den alten Abstand zu Beginn des zweiten Durchgangs wieder her (23.), doch danach jubelten nur noch Eisbären. Obwohl die Haie insgesamt eine engagierte Leistung boten, ließen sich die Gegentreffer zum 2:3 (25.) und 3:3 (37.) nicht verhindern. Im Schlussdrittel gerieten die Gäste mit zunehmender Spieldauer verstärkt unter Druck. Die Eisbären drängten mit Macht auf die Führung. Innerhalb von zwei Minuten (54./56.) brachten die Berliner die Scheibe zweimal im KEC-Tor unter und besiegelten damit die vierte Kölner Pleite seit dem Jahreswechsel. Bei den Straubing Tigers gibt es für den KEC am Sonntag um 18.30 Uhr die nächste Chance, den ersten DEL-Sieg 2007 einzufahren.
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Beitrag von Lutti » 13.01.2007

hockeyweb.de:

Eisbären kämpfen Haie nieder

Endlich gelang es den Berlinern wieder, mit einem 5:3-Heimsieg gegen die Kölner Haie eines der aktuellen Top Teams der DEL zu schlagen. Viel musste die Mannschaft von Chefcoach Pierre Pagé dafür investieren und fuhr letztlich verdient diese drei wichtigen Punkte ein. Zusätzlicher Lohn: Die Rückkehr auf den begehrten sechsten Tabellenplatz.

Lange mussten die 4695 Zuschauer im vollbesetzten Wellblechpalast aber um dieses Erfolgserlebnis bangen, bevor U20-Nationalspieler Alexander Weiß in der 54. Spielminute die Eisbären erstmals an diesem Abend in Führung und damit auf die Siegerstraße brachte. Weiß meinte hinterher: „Sicherlich freue ich mich über das Tor! Aber wichtiger war der Sieg heute und die drei Punkte im Kampf um die direkte Play-off Qualifikation.“. Lob für den Youngster gab es denn auch vom Coach: „Alexander hat nicht viel gespielt, war im entscheidenden Moment aber dennoch bereit und hat in jeder seiner Eiszeiten hart gekämpft“. Haie-Coach Doug Mason bekannte: „Weiß’ Tor war der Knackpunkt im Spiel“. Den Sack endgültig zu band dann Kelly Fairchild (56.) mit seinem Tor zum 5:3-Endstand für die Hausherren.

Begonnen hatte das Spiel alles andere als glücklich für die Eisbären. Schon Mitte des ersten Abschnitts lag man nach zwei Kölner Powerplaytreffern durch Stephane Julien (8.) und
Lasse Kopitz (10.) 0:2 zurück. Zwei kurz aufeinander gegen Sven Felski (Stockschlag) und Andy Roach (Spielverzögerung) ausgesprochene Strafen brachten die Haie doppelt in Überzahl. „Wir wussten, dass Köln ein starkes Powerplay hat, so bereits 54 Tore erzielt hatte“, sagte Pierre Pagé nach dem Spiel, „da mussten wir erkennen, warum. Doch meine Mannschaft trat heute bei Fünf gegen Fünf so stark auf, wie noch nie in dieser Saison“. In diesem Kräfteverhältnis gelang dann Patrick Jarrett noch vor Drittelende der so wichtige Anschlusstreffer – 1:2 (17.).

Der Rückschlag folgte gleich kurz nach Wiederbeginn: Lasse Kopitz traf zum zweiten Mal und erhöhte in der 23.Spielminute auf 1:3 für die Haie. Diesen Treffer kassierte jedoch nicht mehr der unglückliche Eisbären-Goalie Daniar Dshunussow, sondern dessen Kollege Youri Ziffzer. Pagé betonte jedoch, dass der Wechsel viel mehr als Signal an seine Mannschaft und nicht als Kritik an Dshunussows Leistung zu werten sei. „Dshunussow musste heute den Preis für das Team bezahlen, zwei Mal standen die Haie mit zwei Mann mehr gegen ihn, das ist für einen Torhüter immer schwer“. Der junge Keeper ordnete seine Auswechselung erstaunlich souverän ein: „Der erste Gegentreffer war schon eine Granate, da konnte ich nicht viel machen. Das zweite Tor war noch abgefälscht. Der Schuss kam von der blauen Linie und ich war mit den Schonern schon unten, ging dann wieder leicht hoch und dabei rutschte mir der Puck unter dem Schoner durch. Ich hatte eben heute Pech, dass es so lief. Damit muss ich klarkommen“.

Mit ihrem dritten Treffer hatten die Haie aber offensichtlich das Knöpfchen gedrückt, das den Kampfgeist der Eisbären endgültig erwachen ließ. Deron Quint krönte diese Sturm und Drang-Periode mit dem 2:3-Anschluss (25.) und nur wenig später war es Gäste-Coach Doug Mason genug, er zog mit einer Auszeit die Notbremse. „Hier bewiesen die Eisbären alte Qualitäten, spielten jenes Eishockey, mit dem sie die letzten Jahre so erfolgreich waren. Ich musste meinen Spielern Gelegenheit geben, zurück ins Spiel zu finden“. Bis zur 37. Minute schien diese Maßnahme zu greifen, doch dann schlug Dennis Pederson zu und markierte den frenetisch gefeierten Ausgleich. Pederson, so viel ist mittlerweile in Berlin jedem klar, ist Herz und Seele des Eisbärenspiels. Der Kanadier beackert jeden Quadratzentimeter des Eises, gibt keinen Puck verloren und inspiriert mit seiner enormen Intensität auch seine Mitspieler.

Doug Mason blickte nach vorn: „Niederlagen sind immer traurig. Aber wir haben 70 Punkte mit einer Mannschaft errungen, die nie komplett war, in der immer Spieler fehlten und nie alle zum gleichen Zeitpunkt Topform erreichten. Ich bin stolz auf die Jungs, aber wir haben noch Steigerungspotenzial. Der Kampf geht weiter“! In dasselbe Horn stieß auch Pagé: „Wir müssen uns nun auf die nächsten Spiele konzentrieren, uns weiter steigern, jeder Sieg ist für uns sechs Punkte wert“.


EHC Eisbären Berlin – Kölner Haie 5:3 (1:2; 2:1; 2:0)


0:1 (07:43) Julien – Lüdemann/ Rudslätt PP2
0:2 (09:03) Kopitz – Hospelt/ Trygg PP1
1:2 (16:22) Jarrett, P. - Beaufait/ Jillson
1:3 (22:20) Kopitz – Hospelt/ Gogulla
2:3 (24:39) Quint – Pederson/ Walker
3:3 (36:41) Pederson – Roach/ Beaufait
4:3 (53:02) Weiß – Hördler/ Rankel
5:3 (55:44) Fairchild – Felski/ Ustorf

Strafen: 14/ 14

Zuschauer: 4695 (ausverkauft)
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Beitrag von Lutti » 13.01.2007

sportal.de:

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Eisbären schlagen erstmals Köln

Die Eisbären wurden zunächst für ihre Undiszipliniertheiten bestraft und kassierten die ersten beiden Gegentore durch Stephane Julien (8.) mit drei gegen fünf und Lasse Kopitz (10.) mit vier gegen fünf jeweils in Unterzahl. Nachdem Patrick Jarrett (17.) verkürzen konnte, stellte Kopitz (23.) mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her.

Deron Quint (25.) und Denis Pederson (37.) sorgten im Mitteldrittel für den Ausgleich und hielt die Berliner im Spiel. Obwohl sich erneut ein Torhüterproblem offenbarte und der im zweiten Abschnitt für Danir Dshunussow eingewechselte Youri Ziffzer beim dritten Gäste-Treffer nicht gut aussah, sorgten Alexander Weiß (54.) und Kelly Fairchild (56.) für den ersten Berliner Sieg im vierten Saisonspiel zwischen beiden Teams.
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Beitrag von Lutti » 13.01.2007

eishockey.info:

Doch noch ein Sieg gegen Spitzenteam
Eisbären schlagen Haie mit 5:3


Die Berliner Presse hatte in den vergangenen Tagen vielstimmig geunkt, dass die Eisbären gegen Spitzenteams wie Mannheim, Ingolstadt & Co. einfach nicht gewinnen könnten - jedenfalls nicht mit dem Kader 2006/2007. Nun haben die Hauptstädter mit einem 5:3-Heimerfolg gegen die Kölner Haie den Gegenbeweis angetreten, ohne dabei das kritische Umfeld wesentlich überzeugt zu haben. Wie schon oft in dieser Saison waren die drei Punkte die wesentliche positive Erkenntnis des Spiels.

Die Eisbären starteten schwach ins Spiel, doch auch die Gäste aus der Domstadt kamen nicht unbedingt mit viel Elan aus der Kabine. Erst eine doppelte Überzahl verschaffte den Haien in der 8. Minute die nötigen Freiräume auf dem Eis, um das 0:1 zu erzielen. Dabei durften sich die Eisbären zu recht ärgern, denn Schiedsrichter Homola hatte zuvor Roach nach einem unabsichtlichen Schuss über die Bande wegen Spielverzögerung in die Kühlbox gesetzt, wo zu diesem Zeitpunkt schon ein Berliner saß. Nach dem 0:1 durch Julien nutzten die Gäste in dier 10. Minute die Überzahl noch einmal aus, um bei 5-4-Konstellation auch noch das 0:2 zu markieren (Torschütze Kopitz). Da waren die 4.695 Zuschauer im ausverkauften «Wellblechpalast» natürlich ersteinmal restlos bedient. Aber es kam auch zu wenig Druck von den Hausherren, wenig Konzept, wenig Spielwitz - dafür viel zu viele Fehler. Patrick Jarrett's «Billard-Tor» zum 1:2 (17.) konnte zu diesem Zeitpunkt nun wirklich nicht als Ergebnis redlichen Schaffens der Eisbären gewertet werden.

In der Drittelpause nahm EHC-Coach Pierre Pagé dann einen Torwartwechsel vor, setzte Ziffzer zwischen die Pfosten, wohl in erster Linie aus psychologischen Gründen, den Dschunussow hatte zuvor keine Schuld an den Haie-Toren getroffen. Für Ziffzer wurde es erst einmal bitter, denn Kopitz setzte ihm mit seinem zweiten Treffer des Tages (23.) prompt das 1:3 in die Maschen. Doch dann war es vorbei mit dem Toreschießen für die Gäste - ohne dass sich am Niveau des Spiels irgendetwas positiv geändert hätte. Doch die Eisbären trafen plötzlich: Quint (25.) probierte es erfolgreich mit seinem gefürchteten «Hammer» und Pederson arbeitete dem Puck in der 37. Minute zum 3:3 ins Tor. Da hatte auch die Auszeit von Kölns Trainer Mason nach dem 2:3 nicht gefruchtet, der wohl spürte dass die Berliner zwar nicht in Hochform, aber schwer siegeswillig waren.

Nun hatten die Eisbären zumindest mehr Sicherheit im Spiel, was sich im letzten Drittel optisch bemerkbar machte. Man schrieb schon die 54. Minute im «Wellblechpalast», als Youngster Weiß einen Patzer von Oliver Jonas im Kölner Tor zum 4:3 nutzte. Wenig später gelang Fairchild in der 56. Minute mit dem 5:3 die Entscheidung. Für den Meister aus der Hauptstadt bedeutet der «HAImsieg» wichtige Punkte im Kampf um Platz sechs, wo die Eisbären zuletzt wieder etwas ins Hintertreffen geraten waren.

Köln darf sich im Nachhinein berechtigterweise ärgern - da war mehr drin. Das sah auch Nationalspieler Lasse Kopitz so, der zweimal traf: «Wir haben stark begonnen, aber ein Eishockeyspiel geht eben über 60 Minuten und die Eisbären sind eine starke Mannschaft.»
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Beitrag von Lutti » 13.01.2007

eisbaeren.de:

Kampfsieg News - Archiv

Mit 5:3 besiegten die Eisbären im ausverkauften Wellblechpalast die Haie.
Die Gäste aus Köln führten zwei Mal mit zwei Treffern. Im ersten Drittel lagen sie mit 2:0 vorne, bevor Patrick Jarrett für die Eisbären in der 17. Minute verkürzte. Im zweiten Abschnitt erhöhten die Haie früh auf 1:3, die Eisbären aber kämpften. Deron Quint erzielte in der 25. Minute den Anschluss und Denis Pederson glich in der 37. Minute aus. Im letzten Drittel ein großer Kampf der Eisbären und deshalb verdiente Tore von Alex Weiß in der 54. Minute und Kelly Fairchild 4 Minuten vor dem Ende.
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Beitrag von Lutti » 13.01.2007

morgenpost.de:

Aufholjagd der Eisbären wird belohnt
Nach 1:3-Rückstand gewinnen die Berliner im Wellblechpalast noch 5:3. Erster Saisonsieg gegen Köln


Aufholjagden galten einst als Spezialität des EHC Eisbären. Mit ihrer überragenden Physis drehten die Berliner in den vergangenen beiden Jahren etliche Spiele. In dieser Saison der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) bedeutete ein Rückstand für die Eisbären dagegen meist auch eine Niederlage. Gegen die Kölner Haie aber erinnerten die Eisbären gestern seit langer Zeit wieder an jenes Team, das sich in der Rolle des Jägers so wohl gefühlt hat. Nachdem sie bereits 1:3 hinten gelegen hatten, gewannen sie noch mit 5:3 (1:2, 2:1, 2:0) und feierten im vierten Saisonvergleich den ersten Sieg gegen die Haie. Dafür wurden die Berliner von den 4695 Zuschauern im ausverkauften Wellblechpalast frenetisch gefeiert.

Die Eisbären hatten sich einiges vorgenommen für die Partie gegen Köln. "Wir müssen unsere Situation korrigieren", sagte Trainer Pierre Pagé. Damit meinte er nicht nur die Platzierung in der Tabelle, in der die Eisbären jenseits des sicheren sechsten Play-off-Ranges liegen. Auch die Bilanz gegen die fünf besten Teams der Liga, zu denen Köln gehört und gegen welche der EHC zuvor frustrierende 13 Niederlagen in 15 Spielen hatte hinnehmen müssen, beschäftigte die Hohenschönhauser.

Gegentore irritierten den EHC

Das Rezept, das der Trainer zur Überwindung dieses Makels präsentierte, klang in der Theorie so simpel. "Wir brauchen von allem etwas mehr", dozierte der 58-Jährige. Mehr Disziplin, mehr Einsatz, mehr Verantwortung in der Defensive. Die Umsetzung gestaltete sich überaus schwierig. Köln hatte zwar fünf Ausfälle und in diesem Jahr noch kein Spiel gewonnen, dafür aber einiges an angestautem Frust. Der entlud sich früh im Spiel. EHC-Stürmer Sven Felski saß bereits auf der Strafbank, Verteidiger Andy Roach folgte ihm wegen Spielverzögerung - und die Kölner nutzten dies mit beeindruckender Effizienz. Mit ihren beiden ersten Schüssen aufs Tor durch Stephane Julien (8.) und Lasse Kopitz (10.) gingen sie 2:0 in Führung.

Das irritierte die Berliner. Es lief zunächst nicht mehr viel zusammen. Nur durch die Unterstützung der Gäste kamen sie wieder zurück. Ein Kölner Verteidiger hatte Angreifer Patrick Jarrett vor dem Tor einen Schubser verpasst. Jarrett fiel in einen Schuss von Mark Beaufait und lenkte den Puck an Ex-EHC-Torhüter Oliver Jonas vorbei ins Tor (17.).

Offenbar motivierte der Anschluss die Berliner derart, dass sie sich durch den erneuten Gegentreffer von Kopitz zum 1:3 (23.) nicht beeindrucken ließen. Mit aller Macht drängten die Eisbären nun in die Zone der Rheinländer. Das 2:3 durch Deron Quint war der verdiente Lohn (25.).

In der intensiv geführten Partie wirkten die Kölner zunächst noch ein wenig abgeklärter. Die Scheibe lief besser, die Angriffe sahen planvoller aus. Dem setzte der EHC Enthusiasmus und Kampf entgegen. Was sich auszahlte. Denis Pederson erzielte den Ausgleich (37.). Das "mehr von allem", das Pagé gefordert hatte, zeigten die Berliner nun. Sie ließen den Kölnern keine Zeit zum Durchatmen und entschieden das Spiel durch Tore von Alexander Weiß (54.) und Kelly Fairchild (56.).
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